Conny und Klaus auf Reisen
Conny und Klaus auf Reisen

Von Südamerika ins Mittelmeer

Teil 1: Anreise und die ersten Tage                 

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Freitag 22. März

Es geht nun endlich los, die Koffer und Taschen sind gepackt, Fotoausrüstung überprüft, also wir sind bereit. Wie immer kleine Zweifel ob nichts vergessen wurde, aber wir denken mal mit unserer Routine sollte alles dabei sein und nichts schief gehen.

Wie so oft geht aber doch was schief, und wie so oft etwas das wir nicht beeinflussen können. Die Flugsicherung in Frankfurt hat EDV Probleme und die Kapazitäten eingeschränkt. Davon ist auch unser Zubringerflug mit Lufthansa nach Frankfurt betroffen der wurde nämlich gecancelt - der Anschluss mit Condor in höchster Gefahr. Conny's Schwester holt uns deshalb etwas früher ab, damit wir in Tegel die Lage sondieren und klären können.

Ich arbeite mich an der langen Schlange am CheckInn vorbei zum LH Sonderschalter, auch vorbei an den vielen Rentnern mit "Phoenix" Taschen und Etiketten, die noch von nichts wissen. Die Dame versteht mein Problem und findet eine scheinbar gute Lösung: Wir fliegen mit dem LH Flug 1 Stunde später (2 Plätze sind noch frei) nach Frankfurt. Dort ist mit einem knappen Wechsel nach Terminal 2 ein Flug von British Airways nach London für uns umgebucht, und von London soll es dann ebenfalls mit British Airways nach Buenos Aires gehen. Gepäck wird durchgecheckt, Bordkarten gibts dann am Gate in Frankfurt.

Na dann scheint ja alles geklärt, und wir schreiten hinauf zum Red Baron Restaurant um noch das verpasste Mittagessen einzunehmen und kurz vor Abflug den traditionellen Aperol Spritz zu gemießen.

Aber schon dort schwant uns das nächste Unheil, die Maschine für den umgebuchte Flug nach Frankfurt kommt aufgrund der EDV Störung schon verspätet in Berlin an, und der eh schon knappe Anschluss nach London wird immer unwahrscheinlicher.

Mit der erwarteten Verspätung nehmen wir unsere Plätze ganz hinten ein und fliegen mit mulmigem Gefühl nach Frankfurt. Dort beginnt dann unsere abendliche Sportveranstaltung. Wir haben 30 Minuten bis ins Terminal 2 und dort zum BA Schalter. Wer Frankfurt kennt kann sich vorstellen, was uns trotz "Skytrain" für eine Rennerei ereilt.

Und es kommt wie es kommen muss. Als wir vor dem Schalter stehen ist der Flug geschlossen. Ende Gelände. Blutdruck 180, Adrenalin entsprechen. Wie geht es nun weiter? Was ist mit unserem durchgecheckten Gepäck? Also Plan "C" auspacken und wieder zurück ins Terminal 1. Wieder durch die am Freitag Abend besonders überlasteten Sicherheitskontrollen - die Zeit für Plan "C" ist knapp, Phoenix und Condor können uns jetzt nicht helfen - die Condor Maschine ist eh schon weg.

Ziemlich fertig kommen wir am LH Serviceschalter im Bereich A an, und nach einer überraschend kurzen Wartezeit darf ich vorsprechen. Der junge Mann zeigt sich sehr hilfsbereit und motiviert uns weiterzuhelfen. Kurzerhand werden wir kostenlos auf den direkten LH Flug 511 von Frankfurt nach Buenos Aires umgecheckt der in 45 Minuten rausgeht. Auch hier auf die letzten beiden Plätze. Klasse, ein Direktflug im Jumbo - es kann so einfach sein. Doch was ist mit dem Gepäck? Das sei das kleinste Problem, das finden die schon, und das kommt mit erklärt uns der LH Mitarbeiter. Da sind wir dann mal gespannt, und machen uns erleichtert zum Abluggate auf.

Eine 747-800 wartet auf uns, und wir nehmen unsere beiden Plätze hintereinander ein. Dann nochmal ein wenig Glück, der Passagier neben Conny hat nicht eingecheckt, der Platz ist frei und wir treten die Reise nebeneinander an. Klasse. Warum denn nicht gleich so ;-)

Es ist einfach immer wieder schön mit der Lufthansa auf Langstrecke zu gehen. Auch in der Holzklasse gibt es für meine langen Haxen genug Platz, der Service ist unaufdringlich freundlich und kompetent, das Bordprogramm riesig - und etwas Schlaf finden wir auch. Unterwegs "überholen" wir unseren ursprünglich vorgesehenen Flug der Condor, die ihre B767 mangels Reichweite in Fortaleza/Brasilien auftanken muss. Meine Mail an Phoenix über unsere geänderte Anreise wurde auch schon beantwortet - die Kollegen von der Artania erwarten unsere verfrühte Ankunft und holen uns in Buenos Aires ab. Dort kommen wir dann bereits um 8 Uhr am Morgen gut gelaunt an. (Fotos anklicken zum Vergrößern)

Samstag 23. März

Wir sind tatsächlich da. Noch vor 16 Stunden stand die ganze Unternehmung auf der Kippe. Und nun bleibt für uns nur noch eine spannende Frage: was ist mit unserem Gepäck? Hat das wirklich geklappt, dass die nach London gecheckten Koffer auf unserem Flug sind?

Erwartungsvoll und etwas skeptisch stehen wir nach überstandener Immigration am Gepäckband. Und was soll ich sagen:

Einfach unglaublich, wie die das in Frankfurt in der kurzen Zeit geschafft hatten das Gepäck aus Terminal 2 auf Warteposition zu Terminal 1 und in unseren Jumbo zu bringen. Wir sind nun doch ziemlich erleichtert. Der Streß ist vorbei, nun kann der Urlaub so richtig beginnen.

Draußen warten schon Leute von Phoenix um uns in Empfang zu nehmen, und wir werden durch die Stadt zum Hafen gebracht. Dort, nachdem wir die Sicherheitskontrolle passiert haben, nochmal Umstieg in einen Transferbus und auf geht es zur Artania. Wie gewohnt steht der Kreuzfahrtdirektor (diesmal Klaus Gruschka) an der Gangway und begrüßt uns "willkommen zu Hause". Einchecken in der Atlantik Longue wie immer kurz und schmerzlos (unsere ID Fotos auf dem Bordausweis wie immer schlimm), und wir bringen unser Handgepäck in die Kabine - die Koffer werden irgendwann auch noch gebracht.

Uns zieht es dann natürlich sogleich an unseren Lieblingsplatz "Phoenix Bar" am Heck. Und auch in diesem Jahr fühlen wir uns wie der Engel Aloisius: "unser Platz war frei, unsere Bedienung war da, und wir bestellten eine Mass". Also ein Glas Bier. Prost auf die Reise.

Danach noch ein kurzer Inspektionsgang ums Schiff, Conny legt wie so oft eine Rast am "Ausguck" ein und sonnt sich gleich einmal. Die lange Anreise hat uns dann doch ein wenig hungrig gemacht, also machen wir uns auf den Weg ins Artania Restaurant, eines der beiden Bediensrestaurants. (Das Lido Buffetrestaurant werden wir in den kommenden 4 Wochen nicht nutzen).

Zu unserer großen Freude, aber auch so wie wir es erwarten haben begrüßt, uns dort unser Lieblingskellner der "Maître de station" Antony. Schon seit 3 Jahren begleitet er uns freundlich und immer gut gelaunt auf unseren Reisen mit der Artania. Da wir auf einem "deutschen" Schiff sind erwarten uns dann auch gleich kulinarische Höhepunkte aus der Heimat ;-)

Trotz der extrem langen Anreise hält es uns nicht lange auf dem Schiff, wir wollen raus, die Stadt erkunden. Vor dem Hafen stehen Taxen, die offensichtlich von maffiösen Clans betrieben werden, keine Verhandlungen möglich, Preise recht hoch, Taxe wird zugewiesen. Aber wir können leider nicht darauf verzichten, der Fußweg würde uns durch ein ziemlich heruntergekommenes übles Wohngebiet führen und das wollen wir (und die anderen Touris) unbedingt vermeiden.

Ziel der Fahrt ist der "Plaza de Mayo", also der Mayonaisseplatz. Nein, der zentrale Platz in Buenos Aires. Hier ist der Regierungssitz, wichtige Ministerien und Denkmale und natürlich reichlich Polizei damit Ruhe ist.

Bei unerwartet tollem Wetter (das ist im argentinischen Herbst keine Selbstverständlichkeit) schlendern wir über den Platz und durch den Park und lassen alles auf uns wirken. Eine wirklich schön angelegte Anlage mit gepflegten Grünflächen und schönen Brunnen. Von hier aus sehen wir auch schon den berühmten Obelisken, eines der Wahrzeichen der Stadt.

(Fotos zum Vergrößern anklicken)

Fast schon ein klein wenig unscheinbar am Rande des "Plaza de Mayo" die Kathedrale von Buenos Aires, in der der aktuelle Papst vor seiner Wahl als Bischof gewirkt hat. Eigentlich schade, dass man die so zugebaut hat. Leider ist es uns heute nicht gestattet den Innenraum zu besichtigen. Den ollen Franziskus werden wir dann morgen an anderer Stelle in der Stadt zu Gesicht bekommen.

Weiter führt uns unser Weg durch die moderne Innenstadt von Buenos Aires, vorbei an seltsamen Kunstwerken und Geschäften die Conny's großes Interesse wecken. Nett die schmalen Sträßchen, die meist sehr gepflegt und sauber sind.

Etwas ungewöhnlich das sportliche Polizei- Motorrad, das nicht nur mein Interesse weckt. In den engen Gassen aber sicher das richtige Fahrzeug für die Beamten um den Bösewichten nachzustellen. Einmal noch eine Baustelle passieren und wir stehen direkt am Wahrzeichen der Stadt, dem Obelisken. Mit seinen 68 m Höhe ein beindruckendes Bauwerk, ganz den ägyptischen Vorbildern nachempfunden.

Und weil es so schön ist kommt der Obelisk dann in alle Perspektiven :-)

Wir lassen uns weiter ohne Fremdenführer durch die Stadt treiben und sehen allerlei ungewöhnliche Geschäfte und Straßen, Schallplattenläden und seltsam gekleidete Menschen. Der Grund für diese Kostümierung hat sich uns allerdings nicht erschlossen. Wie wir nun nach Rückkehr überrascht festgestellt haben, ist Sohn Phillipp auf dem letzten Bild zu sehen. Keiner weiß wie er da hin kam.

So langsam geht die Sonne unter, und so langsam packt uns auch ein gewaltiger Hunger. Und den wollen wir heute Anend nicht auf dem Schiff stillen, auch wenn das schon bezahlt wäre, sondern hier in der Stadt.

Unglaublich was es hier doch für seltsame Restaurants gibt. Auch wenn es an die Heimat erinnert, ist das Edelweiss nicht unsere erste Wahl, wir schauen nur interessiert und lassen es dann links liegen.

Unser Appetit ist heute Abend mal so ein wenig mehr in Richtung Fleisch. Das ist doch auch klar, wir sind in Argentinien, und wo wenn nicht hier gibt es die guten und schmackhaften Steaks.

Etwas wählerisch sind wir schon, und suchen uns durch einige Gassen bis wir das im Reiseführer beschriebene traditionsreiche Parilla "Pepito" erreichen. Sehr rustikal und stilecht ist der Gastraum, aber auch noch etwas leer. Das "große Fressen" beginnt hier eigentlich noch etwas später, aber wir möchten nicht zu später Stunde noch durch die Stadt laufen, dann fühlen wir uns nicht so ganz sicher. Also gibt es um 19:00 Uhr für uns schon das Essen. Der Grillmeister freut sich trotzdem und bereitet jedem von uns ein tolles saftiges 350 Gramm Filetsteak mit Papa Assada zu - die Portion für umgerechnet knapp 9 €uro, der Knaller. Hmmmmm fein - aber keiner von uns schafft es komplett aufzuessen. Dazu eine schöne Flasche argentinischen Rotwein und wir sind mit dem Abend mehr als zufrieden.

Gut satt sind wir, und den schweren Rotwein spüren wir auch schon, also auf zurück zum Hafen, zurück zum Schiff. Das geht hier ganz einfach, man stellt sich an die Straße, wartet bis ein Taxi oder was danach aussieht kommt und streckt die Hand raus. Rucki zucki hält einer und los geht die Tour. Zurück zum Hafen ohne die Maffia dort unten kostet die Fahrt noch nicht mal die Hälfte obwohl etwa 4 km mehr zu fahren sind.

Auf dem Schiff zieht es uns natürlich noch an die Phoenix Bar, die in der Nacht schön beleuchtet ist und wir haben noch einen tollen Blick auf den abnehmenden Mond. Bis morgen.

Sonntag 24. März

Moin, gut geschlafen haben wir, nur ganz leichten Jetlag, ist aber gut, denn wir sind zeitig wach und können deshalb den Sonnenaufgang über dem Hafen von Buenos Aires beobachten. Heute ist wieder einiges an Programm vorgesehen, also gleich auf zum Frühstück,

Die Ordnung auf der Kabine hat Conny soweit im Griff, alles scheint an seinem Platz, aber das wird in den nächsten Tagen noch ein wenig nach praktischen Gesichtspunkten geändert werden, auf den 16 m² muss alles organisiert sein,

Heute Vormittag sind wir wieder auf eigene Faust in der Stadt unterwegs. Am Hafen wieder mit der Maffia verhandelt - und Glück gehabt. Nicht mit dem Preis, da haben die uns klar wieder übers Ohr gehauen, nein mit dem Fahrer. Ein lustiger kleiner Geselle, der mit uns eine kurze Stadtrundfahrt veranstalten will und seinen Freund "Google" auf dem Handy dabei hat, der für uns seine knappen Beschreibungen übersetzen wird. So bekommen wir wenigstens ein klein wenig von seinen Ansichten und Geheimnissen die in keinem Reiseführer stehen mit. Und sind wir mal ehrlich: 20 US$ für 4 Stunden Stadtrundfahrt gibts bei uns hier nicht. Auf gehts mit dem seltsamen Auto, und der fußballverrückte Fahrer zeigt uns zuerst natürlich das Stadion der Bocca Juniors, dem Traditionsverein der Stadt.

Also das mit der Stadtrundfahrt ist natürlich ein klein wenig übertrieben. Im Zentrum waren wir ja bereits gestern, uns zieht es eigentlich in den alten Stadtteil "La Boca", und dort speziel in die Straßen um "El Camenito", dort wo noch ursprüngliche alte Hafenhäuser erhalten und bunt angemalt sind.

La Boca ist zwar ein Touristenmagnet, aber nicht ganz ungefährlich. Taschendiebstähle, Betrügereien und Überfälle sind an der Tagesordnung, die Polizeipräsenz entsprechend hoch. Am Vormittag wo wir nun durchlaufen ist der Betrieb noch recht verhalten, viele Bars und Verkaufsstände haben noch nicht geöffnet, wir kommen überall recht gut durch, und in die "interessanten" Straßen lässt uns unser Taxidriver nicht hinein "zu gefährlich".

Wir genießen diese tollen Eindrücke und die doch fröhliche Stimmung hier im Viertel und bewundern die bunte und leicht chaotische Architektur. Besonderes Augenmerk genießt natürlich das Eckhaus mit der Figur von Papst Franziskus die uns huldvoll vom Balkon herunterwinkt.

Wir spazieren weiter durch die Gassen, aber die Zeit vergeht viel zu schnell, wir haben heute Mittag ja noch Weiteres vor, aber schöne Fotos machen wir noch. Wie immer zum Vergrößern anklicken und mit Pfeil Taste weiter blättern.

In "La Boca" leben etwa 45.000 Menschen, die meisten eben nicht in dieser Touristenecken, sondern in ziemlich vielen, ziemlich heruntergekommenen Häusern drumherum und am alten Hafen. Es ist also viel Armut und Elend (nicht nur) in dieser Ecke von Buenos Aires.

Wir laufen nochmal zurück zu der großen Identifikations - Institution der Einheimischen, dem Stadion der "Boca Junjors", dem argentinischen Verein und dem Zentrum von ziemlich vielen ziemlich verrückten Fans. Selfies mit dem Stadion und dem bekanntesten Sohn des Vereins "Messi" müssen halt sein.

Nun wird es aber höchste Zeit, wir haben

 

1. Hunger, und

2. noch einen Anschlußtermin auf dem Schiff.

 

Also rein in die klapprige Taxe und auf Richtung Hafen. Es geht vorbei an zerfallenden Industriebauten, gammeligen alten Hafenanlagen und heruntergekommenen Wohngebieten wieder Richtung Zentrum. Die seit Jahren anhaltenden wirtschaftlichen Probleme des Landes sind unübersehbar.

 

Überraschend zügig passieren wir die Innenstadt und sind auch gleich wieder auf der Artania, wo uns ein hochwertiges Mittagessen aus der Sterneküche erwartet:

 

Currywurst mit Pommes, rot / weiß.

So, satt. Kann wieder losgehen. Wir haben für heute Nachmittag einen organisierten Ausflug vom Schiff gebucht und die Busse warten schon.

Es geht raus aus Buenos Aires nach San Isidro, einem malerischen Vorort am Tigre Delta wo die etwas vermögenderen Menschen von Argentinien wohnen.

Vorbei am Stadion von "River Plate" dem zweiten großen Verein der Stadt fahren wir Richtung Delta. In San Isidro haben wir sogar noch ein wenig Zeit uns umzusehen. Hier steht eine wunderschöne Kathedrale mit kunstvollem Innenraum. Der Bau ist malerisch zwischen zahlreiche Bäume gebaut, und nur mit dem 10 mm Objektiv zu fotografieren. Um die Kirche findet ein Handwerkermarkt statt wo so allerlei Kram und Kunst aus heimischer Produktion angeboten wird. Alles sehr interessant, aber zum Kaufen finden wir nichts.

Sehenswertes Tigre / Paraná Delta

Und nun geht es auf zu einer richtig tollen Schifffahrt. Ja, so ist das bei den Kreuzfahrern, die bekommen nicht genug und versuchen so oft wie möglich auch auf den Ausflügen Wasser unter den Kiel zu bekommen. Also ab zum kleinen Hafen.

Wir fahren nun mit einem Katamaran durch das Tigre Delta. Nur wenige Kilometer von Buenos Aires entfernt liegt eine andere Welt, in der die Kinder mit dem Boot zur Schule fahren. Statt Straßen gibt es Flüsse und Kanäle, statt Garagen Bootsanleger. Kolibris schwirren über die Inseln, die Häuser stehen auf Stelzen.

Supermarktschiffe fahren zu den Einwohnern direkt an den Steg. Der Río Paraná bildet ein Labyrinth aus über 350 Inseln, auf einer Fläche von 17.500 km², das ist etwa die Hälfte der Fläche Belgiens.

Wir fahren natürlich auf unserer Tour nicht durch das ganze Gebiet, dazu reichen die vorgesehenen zwei Stunden ja auch gar nicht aus. Also begnügen wir uns mit dem mehr touristischen Teil des Deltas, in dem auch unzählige Einheimische und Bewohner von Buenos Aires mit Schiff und Boot unterwegs sind und die Fließe bevölkern. Es ist schon ein ziemliches Treiben überall, nur selten fahren wir alleine.

Ich stelle hier nun eine größere Auswahl an Bildern ein, die ich nicht einzeln kommentieren werde. Schaut sie euch bei Interesse an, wie immer mit Klicken vergrößern und mit Pfeiltaste blättern, oder schaltet in den Dia-Modus. Wir denken, dass ihr schon einen guten Eindruck von dieser tollen Landschaft bekommt. Sobald verfügbar werde ich das dazubehörige Video hier dann verlinken.

Viel Spaß beim Anschauen der Fotos.

Also wir finden, das war ein super toller Ausflug. Wir haben zwar hauptsächlich die Häuser des wohlhabenderen Teils der Bewohner gesehen, weniger die ärmlicheren Hütten, aber uns hat es sehr gut gefallen. Sehr entspannend ist es, und viel zu sehen haben wir. Können wor nur empfehlen.

Wieviel auf den Gewässern los ist, und wie nahe wir doch an der Hauptstadt Buenos Aires sind zeigen die nächsten beiden Fotos. 20 Kilometer schrumpfen durch das Teleobjektiv natürlich schon zusammen, aber es sieht einfach nur sehr beeindruckend aus.

Am Anleger wieder angekommen drückt die Reiseleitung etwas aufs Tempo, wir müssen zurück auf der Straße ist Stau und die Artania will gerne pünktlich losfahren. Na dann.

Buenos Aires "haben fertig".

Ruck-zuck sind die beiden Tage hier vergangen, eingentlich viel zu kurz, es gibt noch soooo viel zu sehen. Aber wer weiß - vielleicht schaffen wir es ja nochmal hierher.

Traurig sind wir aber nicht, denn jetzt geht sie endlich so richtig los, unsere Kreuzfahrt. Ab sofort (mit einer Ausnahme) werden wir jede Nacht in den Schlaf geschaukelt werden. Knapp 13.000 km auf See liegen vor uns, mit zahlreichen Zwischenstationen.

Doch erst einmal wollen es die internationalen Vorschriften, dass die Seenotrettungsübung stattfindet. Ein schöner Brauch zu Beginn einer jeden Kreuzfahrt, und notwendig um im Falle einer Notsituation so ein wenig Bescheid zu wissen.

Nachdem der Alarm ausgelöst ist heißt es Schwimmwesten schnappen und auf zur Musterstation. Die ist für uns sinnigerweise in unserem Lieblingsrestaurant. Dort wird das ganze Prozedere nochmals erklärt, und die Westen angelegt. Danach wie bei einer Polonaise geht es raus auf das "Evacuation Deck" und alle stellen sich unter dem zugewiesenen Rettungsboot auf und warten bis der Kapitän die Parade  abnimmt. Heute macht das die Sicherheitsoffizierin Diana Willmann, der "Kapitän von der Brrrrügge" wird gebraucht, da wir bereits während der Übung ablegen um nicht hinter einem langsamen fahrenden Frachtkonvoi den Rio de la Plata runter zu müssen.

Obwohl wir ja schon "abgebrühte Kreuzfahrer" sind ist  für uns jedesmal ergreifend das Schiffstyphon und die Auslaufmelodien zu hören. Gänsehaut. ES GEHT ENDLICH LOS. Im letzten Sonnenlicht verlassen wir Buenos Aires und machen uns auf in die Nacht. Die Reederei sponsort noch mehrere Runden Schaumwein - was will man mehr.

Montag 25. März

Endlich wieder auf See, wunderbar haben wir geschlafen. Weil wir die Zeitumstellung noch nicht so ganz weggesteckt haben sind wir früh wach, was aber auch notwendig ist, wollen wir doch einen ganztägigen Ausflug unternehmen.

Die MS Artania befindet sich gerade im Manöver zur Einfahrt und zum Anlegen im Hafen von Montevideo / Uruguay. Auch der Blick aus dem Fenster kann unsere Laune nicht vermiesen, die paar Wolken und die paar Tropfen stören uns nicht. Wir wollen ja noch etwa 180 km ins Landesinnere und dort soll laut Kachelmannwetter ja die Sonne scheinen. Die versammelte (vergammelte) Marine der stolzen Republik Uruguay dümpelt auch im Hafenbecken umher.

Der Hafen von Montevideo ist zwar kein Containerhafen, aber auch ohne die riesigen Kräne nicht gerade eine Augenweide. Lagerhallen und Zweckgebäude, alles älteren Datums und mehr schlecht als recht in Ordnung gehalten. Aber er ist fast mitten in der Stadt, und die Ausflugsbusse stehen direkt an der Pier – was für ein Service.

Wir frühstücken noch schnell, und dann auf in die Atlantik Longue wo die Ausflügler nach Ausflugsnummern gesammelt und mit dem zugewiesenen Reiseleiter auf die Busse verteilt werden. Läuft wie meist bei Phoenix flott und routiniert, und schnell sind wir in „unserem“ Bus. Von Montevideo werden wir nicht viel sehen, es geht über Land, nie allzu weit vom Rio de la Plata entfernt Richtung Westen. Der Rio de la Plata ist eigentlich gar kein Fluss, sondern gehört als großer und langer Meeresarm zum Atlantischen Ozean. Da dann der größte Teil davon sogenanntes internationales Gewässer wäre, was weder Argentinien noch Uruguay wollten, wurde daraus einfach per Vertrag ein Fluss gemacht und die Landesgrenzen verlaufen in der Mitte.

Vorbei an riesigen Ländereien auf denen teilweise Gemüseanbau betrieben wird. Meist werden aber die für Südamerika typischen Fleischrinder gehalten. Die Herden grasen weit verstreut auf den großen Flächen, es sind selten größere Ansammlungen von Tieren zu sehen.

Nach knapp 3 Stunden erreichen wir wie geplant unser Ziel, den Ort „Colonia del Sacramento“. Und der Kachelmann hat recht: schönstes Wetter und Sonnenschein. Diese Kleinstadt liegt im Delta des Rio de la Plata genau gegenüber von Buenos Aires. Das Flußdelta ist hier knapp 50 km breit, die Hochhäuser von Buenos Aires sollten bei klarem Wetter zu sehen sein. Die Kleinstadt hat etwa 25.000 Einwohner und ist Hauptstadt des gleichnamigen Departamentos. Es ist die älteste Stadt Uruguays und wurde von den Portugiesen gegründet. Große Teile der Altstadt sind noch gut erhalten und stehen als Welterbe unter dem Schutz der UNESCO.

Bevor wir die Altstadt erreichen besichtigen wir noch kurz die kleine alte "Chapel San Benito". Sehr schön. Vorbei an einer von den Spaniern erbauten und nun verfallenden Stierkampf- Arena bringt uns der Bus zum Touriparkplatz. Danach eine geführte Runde durch die Altstadt, bei der uns allerlei Interessantes zur Geschichte und Uninteressantes zur Politik erläutert wird.

Danach endlich 2 Stunden Freigang, den wir zunächst mal nutzen um die vom Schiff mitgebrachten Lunchboxen zu plündern. Gestärkt laufen wir ganz in Ruhe die uns wichtigen Punkte noch einmal ab und fotografieren fleißig. Am alten Hafen ist Gelegenheit die Drohne in die Luft zu lassen, was trotz des starken Windes problemlos geht. Dann noch ein gemütlicher Aufenthalt in einem Café und schon ist die Zeit zur Rückfahrt ran. Die Fotos stelle ich nun mal einfach unkommentiert hier an. Fazit: ein schnuckeliges kleines Städtchen, lohnenswert für einen Abstecher wenn man in der Nähe ist. Auch von Buenos Aires aus per Schnellboot in 1 Stunde erreichbar.

Auf der Rückfahrt sitzen wir dann gemütlich und zufrieden im Bus und schauen auf die Weite der Landschaft. Je weiter wir Richtung Montevideo kommen, desto mehr zieht sich der Himmel zu und es beginnt zu tröpfeln. Wir hatten wirklich Glück mit der Wahl unseres Tagesaufluges, alle anderen Touren hatten Regen, die Tour ins Kakao - Anbaugebiet sogar ein kleines Unwetter. Von der Stadt sehen wir auch nun recht wenig, das ist schade, aber nicht zu ändern. Als Kreuzfahrer muss man sich bei den jeweiligen knappen Liegezeiten für eine Tour entscheiden, ist halt so. Dafür kommt man ja auch viel in der Welt herum und gewinnt überall kurze Eindrücke. Vertiefen geht dann wie bei uns im letzten Jahr in Singapur bei einer kurzfristigen Städtereise über mehrere Tage.

Pünktlich zum Sonnenuntergang werden die Leinen losgemacht und wir machen uns auf den Weg Richtung Brasilien. Uns folgt das Pilot Boot das nachher den Lotsen wieder aufnehmen wird. Im Abendlicht lassen wir die Skyline von Montevideo hinter uns und nehmen Fahrt auf, hinein in den südatlantischen Ozean. Immer wieder faszinieren mich in solchen Häfen die abgesoffenen Wracks, um die sich anscheinend kein Mensch und schon gar keine Behörde kümmert. Fotoshooting ist angesagt.

Dann heißt es duschen, umziehen und fein herausputzen. Zum Einen für den Galaabend, zu dem wir natürlich gerne an die besonders festlich gedeckten Tische im Artania Restaurant gehen, zum Anderen ist Kapitänsempfang. Nun, wir haben entschieden den Kapitän dieses Mal nicht zu empfangen, da wir keine Lust haben uns in die riesige Schlange vor der Show Longue einzureihen. Wir denken, der Herr Kapitän Hansen wird unser Fehlen sicherlich nicht bemerken.

Ein wunderbares 5-Gänge Menü liegt vor uns, die Kellner in Gala- Uniform und die Speisen wie immer zu diesem Anlass besonders raffiniert. Bei einer Flasche Wein plaudern wir noch lange und angeregt mit unseren Tischnachbarn.

Zum Absacker geht es heute Abend leider nicht wie es der Brauch ist an die Phoenix Bar, das Regenwetter macht uns da einen Strich durch die Rechnung. Nicht so schlimm, uns gefällt es ja auch in Harry’s Bar.

 

Kaum sitzen wir kommt auch schon der Kapitän in seiner Galauniform auf uns zu und begrüßt uns. Abgekämpft sieht er aus, vom vielen Händeschütteln und langen Gesprächen am Kapitänstisch. Ob er unser Fehlen vorhin doch bemerkt hat und sich auf die Suche nach uns begeben hat? Keine Ahnung. Jedenfalls weiß er nun dass wir da sind, und kann beruhigt weiter fahren.

Dienstag 26. März

Über Nacht sind wir bereits ein ganzes Stück an der Südküste von Brasilien entlang nach Norden gefahren und das wird auch bis nach dem Mittagessen so weiter gehen. Heute wird es ein ruhiger Tag werden. Nach dem Frühstück drehen wir unsere Runden auf dem Promenadendeck um die Kalorien der Reise wieder weg zu bekommen. Das bilden wir uns aber nur ein, die 5-8 Runden an der frischen Luft specken nicht ab, tun allerdings gut.

Zum Mittag gibt es für die verwöhnten Gäste auch heute wieder viele exotische Gerichte zur Auswahl, ich entscheide mit für „Rote Beete Salat mit Meerrettich“, „Husumer Brathering mit grünen Bohnen und Bratkartoffeln“ und „Eisbecher Gaucho“. Conny nimmt als Hauptgericht „Tamaras Paprikahändl mit Butternockerl und Kartoffel-Gurkensalat“. Was man halt so isst auf einer Weltreise.

Gegen 14:00 Uhr erreichen wir nach einer wirklich schönen Anfahrt bei der die letzten 2 km im Hafen rückwärts zurückgelegt werden müssen (ganz enge Passage, Hat Kapitän Hansen toll hinbekommen), unseren heutigen Zielhafen Rio Grande do Sul. Die Stadt liegt am unteren zum Meer hin offenen Ende der „Lagoa dos Patos“ wurde 1737 gegründet und ist die älteste Stadt des gleichnamigen Bundesstaates. In der Programmbeschreibung heißt es:

Privater Landgang. Heute in Rio Grande finden keine organisierten Ausflüge statt. Nachdem die Freigabe des Schiffes über Bordlautsprecher bekannt gegeben wurde, können Sie das Schiff jeder Zeit für einen privaten Landgang verlassen.“

Der erfahrende Reisende erkennt an diesen Aussagen: Wir sind am Arsch der Welt gelandet. Keine touristische Infrastruktur, nur eine Handvoll Taxen, keine Busverbindung in den Ort. Es scheint, wir sind das erste Kreuzfahrtschiff das hier anlandet. Aber immerhin erwartet uns eine Folkloretruppe die die nächsten vier Stunden unverdrossen die Zuschauer mit Tänzen erfreut. Kleine Stände bieten allerlei Handarbeitsartikel an, von Topflappen über geschnitzte Löffel zu Schals und Häkelhüten. Es ist süß zu sehen wie wenig Erfahrung hier mit Touristen besteht, der Umsatz hält sich da auch leider in Grenzen.

Auffällig in der Hafenanlage ist der unentwegte Verkehr von Lastwagen mit frisch geschlagenen Baumstämmen. Zwei große Frachter werden mit gigantischen Mengen Holz aus dem Regenwald vollgestopft. Das ist das irre Wirtschaftsprogramm vom Tropen Trump Bolzonaro.

 

Um 17:30 Uhr endet unser Aufenthalt im ersten brasilianischen Hafen, die Leinen werden gelöst und die MS Artania macht sich wieder auf den Weg in den Atlantik. Warum waren wir eigentlich hier? Ganz einfach, das war unser „Klarierungshafen“. Das heißt hier wurden die bekannt langwierigen Einreiseformalitäten aller Passagiere für Brasilien erledigt, sowie die unbegreiflich komplizierten Hygieneprüfungen die Schiffe über sich ergehen lassen müssen. Das wäre an unserer nächsten Station gar nicht möglich, und in Rio würde das die Ausflüge erheblich verzögern.

Mittwoch 27. März

Seetag. Und Regentag. Damit wäre der Bericht für heute eigentlich schon beendet, aber nicht bei Phoenix Reisen. An einem ersten Seetag findet traditionell meist  um 11:00 Uhr ein „Frühschoppen“ in Form einer Massenbelustigung auf dem Deck vor der Kopernikus Bar statt. Just zu dieser Veranstaltung klart sich der Himmel für 60 Minuten auf.

Heute dann also der „maritime Frühschoppen“. Dabei treten die Reiseleiter und Künstler in Matrosenklamotten oder was sie dafür halten auf, singen Lieder von Freddy Quinn  und Hans Alberts, der Kapitän hat seinen großen Auftritt mit der zu verlosenden Seekarte, die Küche hat ein riesiges kalt/warmes Buffet mit allerlei Krimskrams aus dem Meer und Eisskulpturen aufgebaut und die Bordkapelle spielt auf.

Das Wichtigste allerdings ist für große Teile des seefahrenden Rentnervolkes das Freibier. Dieses wird es genau 60 Minuten lang geben, weshalb mit Ellenbogen und Bauch um jeden Tropfen gekämpft wird. Schlag High Noon ist der Zauber dann vorbei. Das Bier versiegt unverzüglich, die Musik verstummt und die ganze Bagage macht sich auf zum Mittagessen in die Restaurants, das Buffet von eben ist wohl schon verdaut.                    

Wir beobachten diese Veranstaltungen gelegentlich, so auch heute mit wohligem Schaudern vom höheren Deck aus und begeben uns dann in die fast leere Phoenix Bar am Heck, wo wir in Ruhe ein Glas Bier trinken. Bitburger 0,5 l für 2,90 €. Die Schlacht da oben machen wir nicht mit.

Donnerstag 28. März

Die ganze Nacht hat es kräftig gestürmt und geschüttet, auch heute am Vormittag regnet es noch leicht. Der Himmel ist wolkenverhangen, die Luft bei 28 Grad mit fast 100% Feuchtigkeit extrem schwül. Die MS Artania nähert sich der  Insel Ilhabela, also der „schönen Insel“. Diese liegt etwa 100 km östlich von Sao Paulo nur wenige Kilometer vor der brasilianischen Küste. Das was wir zuerst von der Insel sehen ist aber eher sehr verwunschen und unheimlich. Durch Wolkenfetzen hindurch schauen wir auf düstere Berge und Wasserfälle. Abgesehen von den Temperaturen erinnert das Ganze mehr an die norwegischen Fjorde. Sehr eigentümlich.

In langsamer Fahrt geht es weiter vorbei an den Berghängen hin zu unserem Ankerplatz vor der Inselhauptstadt die den gleichen Namen trägt. Schon deutlich bevor wir dort ankommen erkennen wir durch den Dunst den schwimmenden Plattenbau der in der Bucht auch den Anker geworfen hat. Es ist die MSC Seaview, ein Koloss für 5.300 Gäste und 1.500 Crew. Nein, das ist nicht unsere Schiffsklasse damit möchten wir nicht fahren.

 

Kapitän Hansen steuert das Schiff ruhig in Position und der Anker wird fallen gelassen. Kaum ist der Ankerball hochgezogen werden auch schon die Tenderboote zu Wasser gelassen. Unser Kahn tendert mit eigenen Booten an Land, nicht wie das Dickschiff hinter uns mit großen Booten von der Landseite.

Programm haben wir heute nicht gebucht, es soll auf eigene Faust an Land gehen. Etwas unsicher ob der Wetterentwicklung packen wir Schirm und Regenjacke ein und verlassen nach dem frühen Mittagessen unser Zuhause. Mittlerweile läuft ein zuverlässiger Tenderbetrieb und es geht auch gleich los die 15 Minuten hinüber zum kleinen Hafen.

Der Ort Ilhabela ist ein kleiner schnuckeliger Touristenort, viele Brasilianer aus Sao Paulo oder Rio die es sich leisten können machen hier Kurzurlaube. Obwohl noch tausende Kilometer entfernt umweht uns ein Hauch von Karibik. Die Gässchen beherbergen zahlreiche Bars, Cafes und Geschäfte, davor mehr oder weniger begabte Künstler und Musiker. Insgesamt eine tolle Mischung, uns gefällt das sehr. Wenn nur das Wetter nicht wäre. Wir flüchten vor einem Wolkenbruch in ein Gartenrestaurant das mit offenen palmbedeckten Hüttendächern ein wenig Schutz bietet.

Caipirinha ist angesagt. Ein riesiger Humpen dieses Getränkes mit dem starken Rohrschnaps Cachaca kosten gerade mal umgerechnet 3 €uro. Schmeckt. Das hat auch unser Kreuzfahrtdirektor Klaus Gruschka und seine Frau herausgefunden, die sind nämlich auch hier und nehmen Zeit für einen kurzen Plausch mit uns.

So schnell wie der Regen kommt, geht er auch wieder und wir erkunden weiter den Ort und die wenigen interessanten Bauten. Dann zieht es uns wieder Richtung Hafen an den Strand.

Ein kleiner und sauberer Strand empfängt uns, an dem viele Brasilianer sich amüsieren, baden und Fotoshooting machen. Irgendwie zieht uns so eine kleine grellbunte Spelunke an der Strandstraße an, und wir beschließen dort noch einen Caipi zu probieren. Noch besser als der vorhin, noch stärker und mit umgerechnet knapp 2 €uro noch billiger. Da geht dann auch noch ein Weiterer davon.

 

Ziemlich beschwingt machen wir uns dann auf zum Tenderboot und lassen uns zur Artania hinüber fahren, die dann noch vor dem Abendessen den Anker lichtet und die Fahrt Richtung Norden fortsetzt.

Das war ein richtig schöner fauler Tag heute hier. Wir freuen uns aber auch schon auf das nächste Ziel unserer Reise – das dann im 2. Teil dieses Berichtes. Bis dann.

Rio wir kommen

Teil 2                                   Teil 3                                    Teil 4                                   Teil 5

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© Klaus Loth